„Nichts gehört der Vergangenheit an,
alles ist noch Gegenwart
und kann wieder Zukunft werden“
Fritz Bauer
Der Volksdorfer Autor Michael Göring liest erneut in St. Gabriel.
Im Mittelpunkt seines Romans „Hotel Dellbrück“ steht Sigmund Rosenbaum, der als jüdischer Waisenjunge in dem Hotel aufwächst und im Dezember 1938 dank der englischen Kindertransporte vor dem Holocaust gerettet wird. 1949 kehrt Sigmund in das zerstörte Deutschland zurück.
Auch seinen Sohn Frido, der nach Australien emigrierte, zieht es 2018 ins alte Hotel, das über all die Jahre der zentrale Rückzugsort der Familie war.
Michael Göring fragt in „Hotel Dellbrück“:
– Was bedeutet Vergangenheit für uns?
– Wo findet man seine Heimat?
– Wie meistert der Einzelne die Sehnsucht nach Bindung, nach Verbundenheit?
Michael Göring, Jahrgang 1956, ist in Westfalen aufgewachsen. Er leitete die gemeinnützige ZEIT-Stiftung und unterrichtet Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. 2016 gehörte er zu den Initiatoren der Charta der Digitalen Grundrechte der Europäischen Union.
Für sein schriftstellerisches und geisteswissenschaftliches Werk erhielt Michael Göring 2019 den Dr. Günther Buch-Preis.
Im Osburg Verlag sind von ihm folgende Romane erschienen:
Vor der Wand (2013), Spiegelberg (2016), Hotel Dellbrück (2018), Dresden (2021) und Algund (2025)
Um eine Spende zur Weiterführung der Veranstaltungsreihe am Ausgang wird gebeten

