Kategorie: Aktuelles

Transformationen – Ausstellung von Gisela Floto ab 17.9.2022

Am Samstag, dem 17.9.2022 um 18 Uhr wurde in Sankt Gabriel die Ausstellung Transformationen – Materielle Alchemie von Gisela Floto eröffnet.

Danach kann die Ausstellung bei und nach allen Veranstaltungen in Sankt Gabriel sowie nach Vereinbarung besichtigt werden.

Die Ausstellung wird bis Ende November 2022 zu sehen sein.

Bei Interesse an einer Führung oder Sonderöffnungszeiten schreiben Sie uns bitte eine mail unter „Kontakt“ auf dieser Website.

Seien Sie hiermit herzlich eingeladen!

Transformationen

Materielle Alchemie

Direkt im Anschluss an die Ausstellung im Garten der Frauen 
 wandert die Ausstellung „Transformationen“ von Gisela Floto 
 in und um die Kirche Sankt Gabriel in Volksdorf.

Die großformatigen Werke, die auf analogen Fotografien im Garten der Frauen beruhen und durch verschiedenste Bearbeitungsverfahren (Bearbeiten der Diapositive mittels Pressen, Drücken, Erwärmen, Schieben, Beschweren mit rostigen Gewichten, Einwirkung von Intensivem Sonnenlicht) in eine neue Wesenhaftigkeit transformiert wurden, wandern

von den Bäumen des Friedhofs in Ohlsdorf direkt zu den Bäumen um St. Gabriel. 
 Ergänzt werden sie durch zehn weitere Transformationen von 2021 im Format

180 x 110 cm, die aus bearbeiteten Farbdiapositiven mit Kinder- und Modemotiven aus den 80er Jahren entstanden. Diese werden im Inneren der Kirche zu sehen sein.

Dazu die Künstlerin: „ … gepresst, gedrückt, gewärmt, geschoben. Materielle Alchemie. Auf der Fensterbank auch mit Blumen und verrosteten Gewichten einer uralten Waage beschwert, ein kleiner Altar meiner Geduld, ich freue mich über Wochen, dieses Gebilde zu sehen und es manchmal zu bewegen oder zu lüften. Neue Elemente wie Steine oder eine andere Blüte gebe ich dazu, Sonne und Wärme kommen dann durch das Fenster, da ich ganz oben wohne. Und das, was übrig bleibt, wenn aus den Aufnahmen etwas ganz Anderes entsteht, wenn es nur noch Fragmente des Gesehenen und des Fotografierten

sind, passt in dieser Verfremdung in diese meine Welt, etwas Neues ist entstanden. 
 Das macht mich glücklich; jeder sieht etwas Anderes,
das, was sie bewegt und was sie sehen möchte“ (Gisela Floto)

kleine Vita Gisela Floto

Aufgewachsen auf dem Augustenhof, Schleswig Holstein Studium der Fotografie, Berlin,

Auslandsaufenthalte in London und Paris, Fotojournalisitin

ab 1989 Redaktionelle Fotografie u.a. „Brigitte“, „ZEIT-Magazin“, Gartenthemen
ab 1991 Konzeptionelle Fotografie Gartenthemen, Reportagen, Vietnam, Kinderhilfswerk

für die „Dritte Welt“, „Mein Leben als Minenräumerin“

1993 bis 1995 Ausstellungsleitung Forum für Fotografie, 
 Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

1995 bis 2005 Dozentin für Bildjournalismus an der Universität Hamburg, Institut für Journalistik, Mitglied im Bund Freischaffender Foto-Designer (BFF) und
im Bund Bildender Künstler (BBK)

2003 bis heute Sehr viele Ausstellungen, Filme und Veröffentlichungen

www.flotofoto.de

Kunst oder Natur? – Vortrag zum Hamburger Stadtpark 17.6.2022

Zwischen Lichtwark und Thunberg – 

Vom nicht endenden Ringen über Raumkunst und Naturbild
im Hamburger Stadtpark

Wir laden Sie herzlich zu einem interessanten Vortrag ein, bei dem es um den scheinbaren Gegensatz zwischen Kunst und Natur geht.

Es spricht der bekannte Gartenhistoriker und Freiraumplaner Dr. Joachim Schnitter

Gerade im Juni, wenn unsere Gärten und auch die noch erhaltene Natur grün, belaubt und voller Blüten sind, lädt dieser Vortrag dazu ein, über unser Verhältnis zur Natur und ihrer Gestaltung nachzudenken.

Das Thema „Die Schönheit unserer Welt“ aus der Veranstaltung von Musik und Wort am 29.5.2022 wird somit fortgesetzt und um andere Aspekte erweitert.

 

Um kaum eine andere Parkanlage wurde so vehement und anhaltend gerungen: Hamburgs geplanter Stadtpark war von Beginn an ein Hauptschauplatz gartenkünstlerischer Auseinandersetzungen. Auf der einen Seite standen die Traditionalisten, die ihre Parkbilder aus dem englischen Landschaftsgarten abgeleitet hatten, auf der anderen die Bilderstürmer um Kunsthallendirektor Alfred Lichtwark, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts wortgewaltig die Abkehr von „Brezelwegen“ und ornamentalen „Teppichbeeten“ forderte. In einem beispiellosen Planungsprozess wurden beide Lager in den Personen Fritz Schumachers und Ferdinand Sperbers zu einem deutschlandweit beachteten stilistischen Kompromiss verpflichtet, der spektakulär gelang und 1914 zum bis heute geltenden Grundgerüst des Hamburger Stadtparks wurde. Weitsichtig hoffte Schumacher damals, der Stadtpark möge sich stets weiterentwickeln und „niemals fertig werden“.

Dabei war es stets um mehr gegangen als um stilistische Differenzen. Hinter dem Formenstreit standen jeweils zugehörige Gesellschafts- und Naturbilder. Nach den Erfahrungen von NS-Staatlichkeit und Krieg brachen sich daher diese Stilprobleme in modifizierter Form erneut Bahn. Aber auch die Umweltbewegung der 1970er Jahre und die Gartendenkmalpflege der 1990er haben den Stadtpark jeweils prägnant weiterentwickelt. Bis in die Gegenwart besteht das Ringen um die geeignete, den Anforderungen von Stadtgesellschaft und „Natur“ genügende Form und Pflege des Stadtparks. Infolge der stadtplanerischen Konzepte „Wachsende Stadt“ sowie „Natürlich Hamburg“ ist der Stadtpark erneut in den Fokus geraten – und verrät immer noch viel vom herrschenden Natur- und Gesellschaftsbild.

Dr. Joachim Schnitter, Gartenhistoriker und Freiraumplaner aus Seevetal

Musik und Wort am 29.5.2022 – Die Schönheit dieser Erde

Am Sonntag, dem 29. Mai 2022 laden wir Sie herzlich ein, sich zum Ende des „Wonnemonats“ Mai und der Hamburger Himmelfahrtsferien an die Schönheit dieser Erde zu erinnern.

Die wunderbare und vielfältige Schönheit der Schöpfung wird einem ja gerade im Mai immer wieder bewusst!

Obwohl diese aktuell mehr denn je bedroht ist, ist es gut, sich auf ihre komplexe Vielfalt und dabei einfache Harmonie einzulassen, um alles tun zu können, sie zu bewahren.

Wir hoffen, dass die ausgewählten Texte und die Musik der jungen Sängerin Yannika Frank, die in Limerick in Irland world music studiert hat, sie  wie uns begeistern können!

Yannika Frank lebt zurzeit in Hamburg und arbeitet an ihrem ersten Album. Musikalisch geprägt von Irish Folk, Welt und klassischer Musik webt sie mit ihrer Stimme emotional lebhafte und zerbrechliche Welten.

Die englischen & deutschen Texte handeln vom Wandel der Natur und des Menschen und beleben die Fantasie der Zuhörer.

Yannika Frank ist derzeit Moderatorin der Welcome Music Sessions in der Zinnschmelze und wir sind sehr froh, dass wir sie für diese Veranstaltung in Sankt Gabriel gewinnen konnten.

Bilderausstellung von Günter Pietsch ab Himmelfahrt, 26.5.2022

Ausstellung mit Bildern von Günter Pietsch
zum Thema „Begegnungen“
in der ev. Kirche St. Gabriel, Hamburg Volksdorf, vom 26. Mai – 10. Juli 2022

Die Ausstellung mit Malereien und Zeichnungen von G. Pietsch spiegeln Erfahrungen wider, die wir in wilder oder schöner Natur erleben, oder wenn wir fremden Menschen begegnen.

In der Ausstellung ist neben Figürlichem mit literarischem oder kunsthistorischem Hintergrund, auch Landschaftliches zu sehen und Arbeiten, die verrätselt wirken und sich für Assoziationen anbieten. Aus aktuellem Anlass knüpfen einige Arbeiten auch an die Rockenhof- Ausstellungen zur Flüchtlingsthematik an: 2016 („Auf der Flucht“) und 2017( „Begegnung mit dem Fremden“).

Die Ausstellung wird im Rahmen des Gottesdienstes zu Himmelfahrt eröffnet.
Beginn:11:15, anschließend kleiner Empfang.

Besichtigung der Ausstellung: nach Absprache mit G. Pietsch (0171 625 88 41)

_GPI7437.jpeg

Bildtitel: Joseph und seine Brüder

IMG_8764.jpeg

Bildtitel: Kantate